Mauritius Unterwasserwelt



Tauchen und Schnorcheln in einem fremden Land ist immer aufregend. Noch aufregender ist ein Unterwasserabenteuer während eines Mauritius-Aufenthalts, da sich in den Tiefen des Indischen Ozeans Kreaturen tummeln, die die meisten von uns noch nie zu Gesicht bekommen haben. Dieser Artikel stellt die interessantesten Meeresbewohner vor, denen man während eines Tauchgangs womöglich begegnet.

Mauritius Sehenswürdigkeiten Delfine und Wale
Mauritius bietet Delfinen und Walen eine sichere Heimat


Der dunkle Mönchsfisch (Stegastes adustus)



Der dunkle Mönchsfisch ist eine weit verbreitete Fischart in tropischen Gewässern. Der etwa faustgroße Fisch ernährt sich vornehmlich von Algen und schützt sein Revier, indem er aggressiv auf Eindringlinge zu schwimmt und deutlich wahrnehmbare Klicklaute als Warnsignal von sich gibt. Auch Schnorchler und Taucher sind vor den angriffslustigen Fischen nicht gefeit. Diese können zunächst für einen kleinen Schreck sorgen, sind für Menschen aber harmlos. Während andere Mönchsfische grelle Farben wie leuchtendes Blau oder Gelb sowie kontrastreiche Muster aufweisen, ist der dunkle Mönchsfisch in eher bescheidenen Grautönen aufzufinden.

Der Pantherbutt (Bothus pantherinus)



Die sogenannte Flunder ist auch in unseren heimischen Gewässern ein bekannter Fisch. Die Taucher der Taucher der "Isle of Man", die die irische See erkunden und auch Leben retten, begegnen immer wieder der ein oder anderen Flunder, die sich im Schlamm auf dem Meeresboden tummelt. Im Indischen Ozean findet man eine ganz besondere Unterart der Flunder, die Leoparden-Flunder, auch Pantherbutt genannt. Der Körper des Fisches weist eine Musterung aus dunklen Flecken und Ringen auf, die Grund ihres außergewöhnlichen Namens sind. Da sich der Pantherbutt seinem jeweiligen Untergrund anpasst, kann sein Aussehen stark variieren. Sein ovaler seitlich abgeflachter Körper und die eng zusammenstehenden Augen machen ihn zu einem unverwechselbaren Meeresbewohner.

Der Schlangenaal (Ophichthidae)



Die meisten Tauch- und Schnorchelneulinge erwarten die bemerkenswertesten Kreaturen nicht unbedingt auf dem Meeresboden. Doch gerade hier und halb im Sand vergraben, befinden sich anmutig aussehende marmorierte Schlangenaale. Wenn sich die Aalartigen nicht gerade im Sand verstecken, erkunden sie Korallenriffe, um die besten Verstecke auszumachen. Die marmorierten Fischschuppen dienen als perfekte Tarnung vor Feinden. Dabei besitzt der Schlangenaal eine verstärkte Schwanzspitze, um in Windeseile Löcher in den Sand bohren zu können. Die Größe des tropischen Aals variiert stark: Die Kreaturen können von elf Zentimeter bis zu fast zwei Meter lang werden.

Nacktkiemer (Nudibranchia)



Weichtiere wie Würmer und Nacktschnecken erregen nur selten die Aufmerksamkeit von uns Menschen. Die sogenannten Nacktkiemer, die in den Gewässern rund um Mauritius beheimatet sind, haben jedoch solch ausgefallene und extravagante Formen und Farben“, dass man sie fast für überirdische Kreaturen halten könnte. Von leuchtendem Pink, über Gelb, bis hin zu fast psychedelischen Mustern – es scheint fast so, als hätte sich Mutter Natur hier so richtig ausgetobt. Die Färbung dient manchmal der Tarnung, die durch fransen- und büschelartige Anhänge zusätzlich verstärkt wird. Andere farbenfrohe Schnecken warnen mit ihrem reflektierenden Auftreten vor ihrer Giftigkeit oder Ungenießbarkeit. Je nach Lichtverhältnissen sind die Weichtiere entweder extrem leicht oder kaum aufzufinden.

Das Seepferdchen (Hippocampus)



Mit etwas Glück erspäht man sie zwischen Seegras, Korallenriffen oder den Wurzeln von Mangroven. Obwohl ihr Äußeres nur wenig daran erinnert, gehören Seepferdchen zu den Fischen. Tatsächlich ähnelt der Kopf der kleinen Kreatur dem eines Pferdes, während sich der Hinterleib wurmartig kringelt. Anstatt Fischschuppen haben Seepferdchen eine dünne Haut, die ihre ringförmig angeordneten Knochenplatten umspannt. Die kleinen Pferdchen sind reine Meister der Tarnung und können ihre Farbe mühelos an ihre Umgebung anpassen. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht die Weibchen, sondern die Männchen trächtig werden, da diese mit der Bruttasche ausgestattet sind.

Der indische Rippen-Falterfisch (Chaetodon trifasciatus)



Der hübsche blau-gelbe Fisch lebt vornehmlich in Korallenriffen und ist im Indischen Ozean ein oft und gerne gesehener Barschverwandter. Ein ausgewachsenes Exemplar wird bis zu 15 Zentimeter lang und hat eine fast runde Körperform, da die Schnauze äußerst flach ist. Während der gesamte Körper von hellen Linien gezeichnet ist und die Flossen entweder gelb oder orange eingefärbt sind, ist der Schwanzflossenrand transparent. Die Fischart lebt in Paaren, die meist lebenslang zusammenbleiben und ernährt sich ausschließlich von Polypen und Steinkorallen. Oft sind die Pärchen in sehr flachem Wasser aufzufinden, wo sie ihr Revier gegenüber anderen Fischarten vehement verteidigen. Die Tier- und Pflanzenwelt im Indischen Ozean rund um die Insel ist ein reinster Augenschmaus für alle, die sich in das tropische Nass trauen. Wichtig ist jedoch, sich vorher gut zu informieren und sich vor dem Unterwasserabenteuer von geschultem Personal anweisen zu lassen.