Mauritius Tierwelt



Vor der Besiedelung Mauritius war die Fauna der Insel äußerst artenreich und umfasste eine Reihe von endemischen Spezies. In großen Zahlen lebten Riesen- und Wasserschildkröten, Seekühe, Papageien und Mauritius Nationalvogel, der Dodo, auf der Insel. Mit dem Eintreffen der Menschen begann der Rückgang der Artenvielfalt, denn die schmackhaften Tiere waren einfach zu jagen. Auch die Rodung der Wälder sowie die neu eingeführten Tiere setzten der Fauna zu und bald war die gesamte Population der Seekühe, Riesenschildkröten und Dodos ausgestorben. Die heute in freier Wildbahn lebenden Tiere sind alles Lebewesen, die von den Kolonialherren nach Mauritius gebracht wurde. Dazu zählen etwa Affen, Ratten, Mäuse, Java-Hirsche oder der Große Tenrek, der ursprünglich auf Madagaskar beheimatet war. Nur mehr in kleiner Zahl vorhanden sind Hasen und Kaninchen, die vom später eingeführten kleinen Raubtier Manguste stark dezimiert wurden. Aus der Zeit der Entdeckung überlebt hat die Riesenlandschildkröte, allerdings nur in geringer Zahl. Die wenigen Exemplare leben nicht mehr in freier Wildbahn, sondern in Botanischen Gärten oder Naturparks. Große Vielfalt herrscht hingegen in der Luft. Zwar sind auch hier einige Arten vom Aussterben bedroht, andere Spezies sind aber in größerer Zahl vorhanden. Fast ausgestorben ist der Mauritius Kestrel, eine endemische Falkenart, von der nur etwa zehn Stück im Black River Georges Nationalpark leben. Heimisch auf der Insel ist auch noch der Mauritius-Sittich, der aber zu den seltensten Papageienarten der Welt zählt. Ein weiterer vom Aussterben bedrohter Vogel ist die Rose Taube, bei der Nachzüchtungsbemühungen aber bereits Erfolge zeigen. Stark vertreten sind hingegen die Webervögel, Sperbertäubchen, Rotohrbülbüle und Sperlinge.

Brillenvogel in Mauritius
Der Brillenvogel, einer der heimischen Sperlinge in Mauritius

Höchst abwechslungsreich präsentiert sich die Fauna im Meer vor der Insel. In den bunten Korallenriffen leben hunderte von verschiedenen Fischarten sowie Garnelen, Schnecken und Krebse. Es tummeln sich harmlose Tiere wie Pagageien-, Fahnen-, Kaiser-, Engel-, Trompeten- und Dicklippenfische ebenso wie gefährlichere Exemplare wie der nachtaktive Rotfeuer- oder Tigerfisch sowie der mit Giftstacheln ausgestattete Steinfisch. Ebenfalls zu sehen sind Muränen, die eine Körperlänge von bis zu drei Metern erreichen sowie Seeigel. Etwas weiter von der Küste entfernt und nur im Zuge einer Bootsfahrt zu sehen sind Delfine und saisonbedingt auch Wale.










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