Kolonialhaus Eureka



Nur wenige Kilometer südlich von Port Louis, im kleinen Ort Moka, befindet sich eines der prächtigsten Kolonialhäuser Mauritius. Anders als das künstlich geschaffene Anwesen Domaine les Pailles stammt das Kolonialhaus Eureka tatsächlich aus dem 19. Jahrhundert und spiegelt damit perfekt die damalige Zeit wider. Schließlich wurde das Haus seit 1830 architektonisch nicht mehr verändert. Durch seine Lage in der zentralen Hochebene von Mauritius herrscht in Moka ein angenehm kühles Klima, das jederzeit für Regen gut ist. Das altehrwürdige Gebäude lohnt eine Besichtigung. Auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern begeistert eine Reihe von Räumlichkeiten, die mit Möbeln aus dem 19. Jahrhundert ausgestattet sind. Kostbares Mobilar aus Mahagoni und Ebenholz mit herrlichen Schnitzereien sowie Interieur wie ein Flügel, ein Grammofon oder eine Uhr im Empirestil geben eine Vorstellung vom luxuriösen Leben der europäischen Zuckerrohrbarone. Die teils riesigen Zimmer sind über großzügig bemessene Flügeltüren verbunden, die auch bei heißen Temperaturen für ein kühles Lüftchen sorgen. Besonders eindrucksvoll ist die um das ganze Haus herum verlaufende Veranda. Jedes einzelne Zimmer im Erdgeschoss hat einen direkten Zugang zu der imposanten Terrasse. In dieser herrlichen Kulisse locken auch die kulinarischen Köstlichkeiten der Insel. Auf dem Menüplan des Restaurants stehen verschiedene Currys und Salate, die auf der herrlichen Veranda serviert werden.

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Das Kolonialhaus Eureka aus dem 19. Jahrhundert

Im kleinen Geschäft im Vorhaus der Villa werden vorwiegend Bücher des Literaturnobelpreisträgers 2008, Jean-Marie Le Clézio, verkauft. Der Schriftsteller ist der Urenkel von Eugène Le Clézio, der ab 1856 im Besitz der Maison Eureka war. Diese Tatsache begleitet die Leser von Le Clézios Bücher wie ein roter Faden, denn das Kolonialhaus kommt beinahe in jeder Novelle des Literaten vor. Imposant präsentiert sich die Außenanlage des Anwesens mit dem wunderschön angelegten Garten vor dem Panorama der mauritischen Bergwelt. Der vordere Teil der weitläufigen Grünfläche bietet einen herrlichen Blick ins Tal, wo sich der Rivière Moka durchs Gelände schlängelt. Auf der anderen Talseite sprießt der Regenwald, durch dessen üppige Vegetation ein schmaler Pfad führt. Eine kleine Wanderung entlang des Weges lohnt sich: Am Ende wartet das tropisch bewachsene Flusstal. Von dort führt ein weiterer Pfad über zahlreiche Stufen und Holzbrücken durch den Regenwald bis zu den kleinen, aber feinen Ravine-Wasserfällen.










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