Gotteshäuser



Die meist verbreitete Glaubensgemeinschaft auf Mauritius ist der Hinduismus, zu dem sich rund 50 % der Bevölkerung bekennen. Weitere 32,5 % sind Christen, wobei der Großteil dem römisch-katholischen Glauben angehört und rund 17% bekennen sich zum Islam. Dieser Aufteilung entsprechend sind auf Mauritius vor allem hinduistische Tempel und christliche Kirchen zu sehen. Der größte und gleichzeitig älteste Hindu-Tempel befindet sich in Triolet im Norden der Insel. Bereits 1891 wurde die imposante Anlage zu Ehren der Gottheit Shiva errichtet und noch heute ist der Tempel ein bedeutendes Heiligtum. Besonders prachtvoll ist die Außenfassade des weißen Gebäudes, die wunderschön mit bunten Ornamenten verziert ist. Im krassen Gegensatz zum äußeren Dekor steht das Innere des Tempels, das mit seiner schlichten Gestaltung überrascht. Nahe Poste de Flaq an der Ostküste liegt der Kashinath Mandir-Tempel. Die Anlage begeistert vor allem mit ihrer Lage auf der kleinen Insel Ile aux Goyavièrs. Von einer Lagune mit Mangroven umgeben, ist das Wasser rund um die Insel wunderbar klar und voller bunter Fische, die auch mit freiem Auge zu sehen sind. Ursprünglich war die Insel nur über einen kleinen Deich, der ausschließlich bei Ebbe begehbar war, erreichbar. Bei Flut war die Insel dann aber vom Festland getrennt und so erlangte das Gotteshaus den Beinamen „schwimmender Tempel“. Mittlerweile verbindet eine permanente Straße die Gebetsstätte mit dem Festland.

Mauritius Sehenswürdigkeiten Cap Malheureux
Die Cap Malheureux Kirche auf Mauritius

Ebenfalls mit ihrer Lage punktet die Kapelle Notre-Dame Auxiliatrice im äußersten Norden der Insel. Das Cap Malheureux ist ein verträumter Ort, der 1810 den wenig schmeichelhaften Namen „Kap des Unglücks“ erhielt. Grund dafür war die Kapitulation Frankreichs, die bereits einen Tag nach der Landung der Briten an jener Stelle erfolgte. Das römisch-katholische Gotteshaus mit rotem Satteldach liegt in malerischer Umgebung direkt am Strand und bietet ein wunderbares Fotomotiv. Zudem ergibt sich ein herrlicher Blick auf die vier Kilometer von der Küste entfernte unbewohnte Insel Coin de Mire. Im Zentrum Curepipes, gegenüber vom Rathaus, liegt die katholische Kirche Ste Thérèse. Das mächtige gotische Bauwerk begeistert mit seiner Größe sowie den beiden seitlichen Rundtürmen und dem Rundbogenfenster. Im Inneren des 1872 erbauten Gotteshauses sind besonders die bunten Kirchenfenster im hinteren Teil der Kirche sehenswert.

Eine Stätte für Gläubige aller Konfessionen ist die Kirche und Grabstätte des Jacques Désiré Laval in Saint Croix nördlich von Port Louis. Der katholische Priester gilt als mauritischer Nationalheiliger, der sich besonders für Arme und Sklaven einsetzte. Das Grab des Geistlichen, der 1979 seliggesprochen wurde, gilt als eine der wichtigsten Pilgerstätten im Indischen Ozean.










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