Hinweise zu Krankheiten und Infektionsträgern



Gerade bei Reisen in tropische Gebiete sollte man sich vorab eingehend über dortige Krankheiten, notwendige Impfungen und den Schutz gegen mögliche Krankheiten informieren. Dazu gehört auch das Wissen zu den Überträgern (meist Insekten) und anderen Plagegeistern wie Zecken oder Flöhen und anderem Getier. Das Gesundheitssystem auf Mauritius ist nicht schlecht, wobei private Klinken als besser gelten. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall, eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption abzuschließen.

Krankheiten und Impfungen



Auf Mauritius besteht vor allem die Gefahr, sich durch Mücken mit Viren anzustecken, die für die Krankheiten Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber verantwortlich sind, und zwar auf der ganzen Insel sowie zu jeder Zeit.

Das Dengue-Fieber verläuft unterschiedlich stark, typische Symptome sind Fieberschübe, Hautirritationen, Juckreiz und unter Umständen auch Muskel-/Gliederschmerzen. In schweren Fällen kann es auch zu Blutungen oder Blutdruckproblemen kommen mit lebensgefährlichen Verläufen. Ein Krankenhausbesuch ist bei Vermutung der Krankheit dringend anzuraten, insbesondere bei plötzlich auftretenden Bauchschmerzen oder Blutungen, plötzlicher Übelkeit, raschem Blutdruckabfall bzw. oder schnellem Abfall der Körpertemperatur. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel sieben bis zehn Tage, in manchen Fällen auch drei bis fünf Tage.

Chikungunya-Fieber bedeutet übersetzt "sich verkrümmen". Das verweist auf die schnell auftretenden heftigen Muskel- und Gelenkschmerzen neben plötzlichem hohem Fieber. Auch Bindehautentzündungen, Bauch- und Halsschmerzen, Übelkeit sowie Hautirritationen können Folge der Viruserkrankung sein. Schwerere Verläufe etwa mit Blutungen sind eher selten. Die Fieberdauer beträgt meist nur ein paar Tage. Die Inkubationszeit beträgt drei bis sieben Tage.

Mauritius gilt als malaria- und gelbfieberfrei. Das Risiko einer solchen Erkrankung ist daher auch in ländlichen Gegenden sehr gering. Gegen Gelbfieber muss man sich nur impfen lassen, wenn man über 1 Jahr alt ist und über ein "Gelbfieberland" einreist (v.a. Zentral- und Westafrika). Wahrscheinlicher sind dafür Durchfallerkrankungen. Diese kann man vermeiden, indem man gerade bei Speisen und Getränken unbedingt an die Hygiene denkt.

Das bedeutet etwa: Lieber abgekochte Milch trinken (zumindest in ländlichen Gebieten), nur Wasser aus verschlossenen Flaschen trinken bzw. benutzen und nur richtig durchgebratene/-gekochte Fleisch- und Fischgerichte essen. Auch regelmäßiges Händewaschen/-desinfizieren ist wichtig. Medikamente sollte man im Vorfeld gegen Durchfall einpacken. Des Weiteren besteht eine Ansteckungsgefahr mit HIV durch sexuellen ungeschützten Verkehr oder Infizieren über Spritzen etc. Laut deutschem Auswärtigem Amt sind 1 Prozent der bis 49-Jährigen HIV-positiv.

Impfungen sollte man haben bzw. auffrischen im Hinblick auf Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hepatitis A. Impfungen gegen Tollwut sind für Rucksackreisende empfehlenswert, Impfungen gegen Hepatitis B bei Kontakt mit Einheimischen oder bei längerem Aufenthalt.

Eine weitere mögliche Erkrankung ist Bilharziose. Die Erreger finden sich in Seen, Flüssen, Tümpeln und Bächen. Symptome sind Hautausschlag und Juckreiz, ggf. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schwellungen der Milz, Leber und Lymphknoten. Unbehandelt kann die Bilharziose chronisch verlaufen.

Plagegeister und Parasiten



Das Dengue-Virus und das CHIK-Virus (Chikungunya) werden durch tagaktive Stechmücken übertragen. Daher sollte man sich unbedingt mit wirksamem Mückenspray (oder gleichwertiger Schutz) und ggf. langer Kleidung schützen.

Bilharziose-Erreger (Schistosomiasis) sind sogenannte Pärchenegel (Saugwürmer). Diese Parasiten leben im Süßwasser. Solche Süßwassergewässer (s.o.) sollte man meiden.

Daneben sind verschiedene Viren, Bakterien und Parasiten für Durchfallerkrankungen verantwortlich. Zecken und Flöhe sind eher selten auf Mauritius. Aufpassen sollte man trotzdem, da es zwar selten, aber nicht ausgeschlossen ist, durch einen Zeckenbiss das Afrikanische Zeckenstichfieber, für das ein spezielles Bakterium verantwortlich ist, zu bekommen, oder durch Sandflöhe die juckende Hautkrankheit Sandflohfieber.










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